Leenane
bietet Gelegenheit für eine Rast (danach werden sowohl die Besiedlung
als auch die Verpflegungsmöglichkeiten sehr spärlich). Es bieten
sich zwei Wege nach Westport an: der direkte ist weniger reizvoll (aber
dennoch einigermaßen ruhig) als der über Louisburgh, der sehr,
sehr ruhig und schön ist.
In
Louisburgh
soll es einen Campingplatz geben (den ich aber nicht kenne). Auf der Fahrt
nach Westport kommt man am Croagh Patrick vorbei, wo alljährlich
am letzten Sonntag im Juni der liebe Gott los ist, denn dann pilgern tausende
von Iren auf „ihren“ heiligen Berg, um Buße zu tun und auch dem heiligen
Patrick dafür zu danken, daß er die (teuflischen) Schlangen
aus Irland vertrieben hat. Er soll einen großen Stein nach ihnen
geworfen haben, warauf hin sie Reissaus nahmen. Dabei soll der kleine See
auf der Nordseite entstanden sein (wer es glaubt wird ...). Ich war auch
mal zu der Zeit da und habe mir das Schauspiel angesehen. Manche pilgern
übrigens wirklich barfuß über Stock und Stein auf den Berg
(was die Buße sicherlich authentischer macht). Unten treiben allerlei
Budenbesitzer und Pilgerstockverkäufer Handel und der Pub macht das
Geschäft des Jahres. Fahrad fahren ist dann sehr nervig: die Straße
ist relativ eng und die Fahrer ließen bezüglich ihrer Fahrweise
nicht viel christliche Nächstenliebe gegen mich walten.
Westport
ist eine muntere Stadt und bietet allerlei Möglichkeiten zur Zertreuung.
Der Campingplatz liegt etwas außerhalb in Richtung Louisbourg
(beim Westport House), ist groß, sehr teuer und bietet abends
jede Menge Hallygally (Pub). Daran schließt sich ein Park an, wo
man neben Pitch & Putt auch "essen, trinken, reiten, angeln, rudern
und was noch alles Geld kostet" (aus dem "Irland"-Reiseführer vom
Michael
Müller Verlag) kann.
Für die Fahrt
in Richtung Achill bietet sich nur eine Straße an, die recht erträglich
zu befahren ist. |